Meditation statt Medikamente


Ärzte und Ärzteverbände machen sich zunehmend dafür stark, naturheilkundliche und alternativ-präventive Maßnahmen in der Gesundheitsförderung zu berücksichtigen.

Insbesondere die gesundheitsfördernden und präventiven Wirkungen von Transzendentaler Meditation sind schon sehr gut untersucht.

Die Forderung steht deshalb im Raum, diese einfache, leicht zu erlernende Meditationstechnik mit in den Leistungskatalog der gesetzlichen und privaten Krankenkassen aufzunehmen.

Ein deutsches Krankenkassen-Vergleichsportal griff nun diesen Sachstand auf. Die Krankenkassenzentrale, über deren Website der Besucher sich über Krankenkassen, Tarife, Gesunderhaltung und Therapien informieren kann, schreibt unter der Überschrift »Alternative Heilmethoden gegen hohen Blutdruck«:

»Neben den herkömmlichen Methoden gegen zu hohen Blutdruck gibt es zahlreiche Ansätze, die ebenso alternative Heilmethoden empfehlen. Neben Entspannungsübungen und Meditation wird vor allem auf die Transzendentale Meditation – kurz TM genannt – als eine der wirksamsten Formen für einen gesunden Blutdruck verwiesen.

TM zeichnet sich unter anderem durch seine Einfachheit aus, in einen ruhigen geistigen Zustand zu gelangen, indem auf die Konzentration etwa auf Gedanken oder die Atmung, wie es bei anderen Meditationsformen der Fall ist, verzichtet wird. Zudem soll die Transzendentale Meditation auch eine positive Wirkung auf Stress, Süchte und Ängste haben.«

Ein Silberstreif am Horizont: Immerhin wären die Kosteneinsparungen immens – was dann auch auf die Monatsbeiträge der Versicherten durchschlagen würde. Koronare Herzerkrankungen sind Österreich immer noch die Todesursache Nr. Eins. Der teuerste Eingriff, die Bypass-Operation, kostete schon 2014 fast 20.000 Euro.

Schon 1987 zeigte Orme-Johnson in einer retrospektiven, fünfjährigen Studie an 1468 Krankenkassenpatienten der USA, dass TM-Meditierende bei so gut wie allen Erkrankungen die Krankenhäuser deutlich weniger aufsuchen müssen als vergleichbare, nichtmeditierende Kassenmitglieder.

Die Krankenhauseinweisungen TM-Meditierender gingen bei Herz- und Gefäßerkrankungen um 87 % zurück, bei Krebserkrankungen um 55 %, bei HNO- und Lungen-Erkrankungen um 73 %, bei Verletzungen um 63 %, bei neurologischen Erkrankungen einschließlich der Alzheimer-Erkrankung um 87 % und bei metabolischen Erkrankungen einschließlich Diabetes um 65,4 %.

Weniger Krankenhauseinweisungen bei TM-Meditierenden

Jüngste Studien bekräftigen diese Untersuchungsergebnisse, u.a. mit dem Ergebnis, dass die US-amerikanische Kardiologen-Vereinigung (American Heart Association, AHA) im Jahr 2013 in einer wissenschaftlichen Stellungnahme ihren Mitgliedern bei Bluthochdruck ausdrücklich empfiehlt, Transzendentale Meditation zu verschreiben: als alternative, nicht-medikamentöse Therapie .

TM, so die AHA, sei »die einzige Meditationspraxis, die den Bluthochdruck tatsächlich senkt«. Andere Meditationstechniken seien zum gegenwärtigen Zeitpunkt der Forschung »nicht zu empfehlen«.

In der AHA-Stellungnahme wird auch berichtet, dass die Senkung des Blutdrucks, wie er bei Transzendentaler Meditation beobachtet werden kann, mit deutlich geringeren Sterberaten, Herzinfarkten und Schlaganfällen einhergehe.

Insofern seien alternative Behandlungsverfahren, wenn sie denn Transzendentale Meditation einschließen, für alle Menschen mit einem Blutdruck über 120/80 mmHG bei einem Behandlungsplan mit zu berücksichtigen.

Es bleibt das Ziel, dass sämtliche Krankenkassen Transzendentale Meditation als kosteneffektive Maßnahme zur Gesunderhaltung und Heilung in ihre Leistungskataloge mit aufnehmen.